Stark machen für Lohngleichheit

Equal Pay Day dieses Jahr am 10. März …

Er steht unter dem Motto „Game Changer – mach dich stark für Equal Pay“ . An diesem Tag wird auf die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede (Gender Pay Gap) zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Mit dem diesjährigen Motto fordert auch das Frauenbündnis Internationaler Frauentag im Landkreis Verden: „Wir müssen das Ruder herumreißen und verlangen gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit!“

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen quasi umsonst arbeiten.

Diese Ungerechtigkeit prangern auch wir GRÜNEN seit Jahren an, weshalb wir diesen Externen Beitrag hier veröffentlichen.

Männer dagegen werden bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt und haben dadurch mehr Lohn in der Tasche.

Zum Frauenbündnis Internationaler Frauentag im Landkreis Verden gehören die
kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus Achim, Langwedel, Ottersberg,
Oyten, Thedinghausen, Stadt und Landkreis Verden, der Kreisfrauenrat, das
Frauenhaus Verden und die BISS-Beratungs- und Interventionsstelle gegen
häusliche Gewalt, die Frauenberatung Verden, die Koordinierungsstelle Frau und
Wirtschaft, die Agentur für Arbeit, die Kreisvolkshochschule Verden und die
Gewerkschaft Verdi

Aktuell beträgt die geschlechtsspezifische Lohnlücke zwischen Männern und Frauen laut Statistischem Bundesamt in Deutschland noch immer 19 Prozent. In den letzten Jahren hat sich die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern kaum verringert. „Das muss sich ändern“, findet das Frauenbündnis, „denn es sind noch 19 Prozent zu viel!“. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland sogar einen der letzten Plätze. Europaweit liegt der Gender Pay Gap bei 15 Prozent.

Typische Frauenberufe wie Erziehungs- oder Pflegeberufe müssen endlich aufgewertet und vor allem besser bezahlt werden, mehr Frauen müssen in die Führungsetagen der Unternehmen und die Sorgearbeit in den Familien muss fair zwischen Müttern und Vätern aufgeteilt werden, fordert das Frauenbündnis.Bereits vor der Covid-19-Pandemie hätten die Mütter einen deutlich höheren Anteil der Sorgearbeit in den Familien geleistet. Aber seitdem die Betreuungsund Bildungseinrichtungen geschlossen wurden, seien es vor allem erneut die Frauen, die ihre Arbeitszeit verringerten, um sich um Kinder und pflegebedürftige Familienmitglieder zu kümmern. Das hätte weitreichende Auswirkungen auf die Lohnlücke und die soziale Absicherung von Frauen.

Um die Lohnlücke der Gehälter von Frauen und Männern zu schließen, fordert das Bündnis, dass die Tarif- und Mindestlöhne wirklich eingehalten werdenmüssen und dass gesetzliche Regelungen zur Entgeltgleichheit geschaffen werden. Zudem müssen alle Arbeitsverhältnisse sozialversicherungspflichtig werden, um allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einzahlungen in die Rentenkassen und weitere soziale Leistungen zu ermöglichen. Das Bündnis tritt außerdem für einen gesetzlichen Anspruch auf Rückkehr von Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung
nach einer familienbedingten Reduzierung der Arbeitszeit ein.

Eine sukzessive Ausweitung der Partnermonate beim Elterngeld, eine Reform des Ehegattensplittings und der Minijobs, flächendeckend ausreichende Kinderbetreuungsangebote seien ebenfalls Instrumente, um die Lohnlücke zu schließen, so das Frauenbündnis Internationaler Frauentag. Dafür brauche es weiterhin viele „Game Changer“, also mutige Macherinnen und Macher, die mit neuen Ideen positive gesellschaftliche Veränderungen voranbringen. Denn dies sei nicht nur ein Frauenthema, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

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