Wahlanalyse der Verdener GRÜNEN: Aufbruch und Verantwortung


„Wer hätte es vor fünf Jahren für möglich gehalten, dass wir bei der nächsten EU-Wahl in 2019 unser Ergebnis nahezu verdoppeln und mit 20,5 % zweitstärkste Kraft werden?“, leitete Uwe Spannhake die jüngste Sitzung des Ortsvorstandes der Verdener GRÜNEN ein.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen  Ergebnisse und Folgerungen aus der EU-Wahl sowie die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Verden am 16. Juni.

Einig waren sich die Vorstandsmitglieder, dass das gute Ergebnis die Bedeutung von Klimaschutz und der Forderung nach einem gemeinsamen sozialen Europa ausdrückt. „Das ist eine Aufforderung unserer Wähler und Wählerinnen nach einem Aufbruch zu nachhaltiger Politik, zugleich aber auch eine große Verantwortung für uns als GRÜNE, nun auf allen Ebenen entsprechend aktiv zu werden bzw. zu bleiben“, so Johanna König aus der Ratsfraktion in der Sitzung. Dabei sei der neue Druck der Jugendlichen von „Fridays for Future“ sehr wichtig, den es sehr ernst zu nehmen gelte. In diesem Zusammenhang wurde auch das Engagement der „Fridays for Future“-Gruppe in Verden hervorgehoben sowie die Gründung einer GRÜNEN JUGEND in Verden Anfang des Jahres, mit denen ein guter Kontakt bestehe.

Auch sehen sich die GRÜNEN in ihren langjährigen kommunalen Forderungen und Anträgen bestätigt und hoffen, dass eine zügige Umsetzung des Klimaschutzkonzepts mit Unterstützung des gerade eingestellten Klimaschutzmanagers möglich wird. Johanna König erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit erheblichen Widerstand gegen einen Klimaschutzmanager aus den Reihen von CDU und FDP gegeben habe. Die Grüne Stadtratsfraktion plane zudem zusätzliche Impulse, um beim Klimaschutz mehr Tempo zu machen.

Das Wahlergebnis sei allerdings auch Folge des engagierten Wahlkampfes der kompetenten Spitzenkandidaten Sven Giegold und Ska Keller sowie der ausgezeichneten Arbeit des Bundesvorstandes mit Annalena Baerbock und Robert Habeck an der Spitze, so die Verdener GRÜNEN. Die beiden bildeten seit über einem Jahr ein charismatisch-sympathisches Führungsduo, dessen Außenwirkung weit über die angestammte grüne Wählerschaft hinausreiche. Beide stünden für eine neue Politik der GRÜNEN, die über die eigene Klientel hinaus breite Bündnisse für politische Ziele schmieden wollen. 

Zur am 16. Juni anstehenden Stichwahl zwischen Lutz Brockmann und Jens Richter wollen die Grünen erneut mobilisieren. „ Wir versprechen uns mit Lutz Brockmann als Bürgermeister eine eher ökologisch und sozial ausgerichtete Politik und mehr Möglichkeiten einer entsprechenden Stadtentwicklung“, so Hannelore Wessel in der Sitzung. Es seien in den Gesprächen vor der Wahl viele Übereinstimmungen in den Bereichen Bildung, Mobilität, Wohnraum und Klimaschutz festgestellt worden. So rufen die GRÜNEN nun erneut ihre Wählerinnen und Wähler auf, Lutz Brockmann bei der Stichwahl zu unterstützen.

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