Verdener Grüne wollen biologische Vielfalt stärken

Die Grüne Stadtratsfraktion beantragt den Beitritt der Stadt Verden zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ sowie die Unterzeichnung der Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ – ein Anliegen mit offensichtlich hoher Aktualität:  Der am 06. Mai 2019 vorgestellte UN-Bericht zum Zustand der Artenvielfalt zeichnet ein verheerendes Bild. Von den rund 8 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind weltweit rund 1 Million Arten vom Aussterben bedroht. 

Die Grünen sehen ebenfalls in Verden großen Handlungsbedarf, denn Klimaerwärmung, Artensterben und Luftbelastung seien auch Themen vor Ort und der Einsatz für den Erhalt der biologischen Vielfalt gehöre für Städte wie Verden zu den aktuellen Herausforderungen. Aus diesem Grund fordert die Grüne Stadtratsfraktion, dem Bündnis ‚Kommunen für biologische Vielfalt e.V.‘ beizutreten, einem Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen, sowie die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ zu unterzeichnen. Das stärkt die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen und rückt den Schutz der Biodiversität in den Blickpunkt. „Ziel ist eine grüne Stadt als hochwertiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen“, berichtet Johanna König aus der Stadtratsfraktion. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ e.V. habe es sich zum Ziel gesetzt, den interkommunalen Austausch zu stärken, die inhaltliche Arbeit in den Kommunen zu unterstützen und kommunale Interessen und Bedürfnisse in politische Prozesse hinein zu vermitteln. Dass der erschreckende Bericht zum Zustand der globalen Artenvielfalt genau jetzt, unmittelbar nach Antragsstellung, veröffentlicht worden sei, mache deutlich, wie dringend gehandelt werden müsse.

Dabei habe die Stadt Verden bereits einige wichtige Schritte getan – nicht zuletzt aufgrund einiger Anträge der Grünen Ratsfraktion, z.B. arbeite der Betriebshof ohne Pestizide, auf den verpachteten städtischen Flächen würden neue Pachtverträge keinen Pestizideinsatz beinhalten, Wegeränder und Ackerrandstreifen sollen durch die Ansaat von Wildblumenmischungen und die Pflanzung heimischer Gehölze naturnah entwickelt werden. Parteiübergreifend suche man nach Wegen, den Steingärten Einhalt zu gebieten. 

Mit der Unterzeichnung der Deklaration gäbe es ein klares Bekenntnis zu einer Leitlinie zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. „Wir erhalten damit konkrete Zielaussagen zur Entwicklung der Themenfelder Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich, für Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz, aber auch zu nachhaltiger Nutzung z.B. des Stadtwaldes sowie Bewusstseinsbildung durch Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation mit anderen Kommunen,“ ergänzt Fraktionsvorsitzender Rasmus Grobe. Alle Städte und Gemeinden stünden vor den gleichen Herausforderungen und deshalb mache es Sinn sich zu vernetzen und damit Synergieeffekte zu nutzen. Davon würde nicht nur die Natur, sondern auch die Akteure bei der Umsetzung profitieren.

Den kompletten Antrag gibt es hier (pdf):

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