(Un)sichere Schulwege im Landkreis

Landtagskandidatin Doris Gerken fordert sichere Mobilität auch auf dem Land

Mit 100 Stundenkilometern bis zum Ortsschild – und dann kommt gleich am Orteingang hinter der Kurve die Schulbushaltestelle: ohne Querungshilfe, ohne Zebrastreifen, ohne Fußgängerampel. Die Kinder in Riede/Felde, Samtgemeinde Thedinghausen, leben gefährlich.  Drei ungesicherte Überwege zu den Haltestellen an der vielbefahrenen Hauptstraße machen den Weg zum Schulbus unsicher.

An der Landesstraße L333 in Felde/Okel müssen die Kinder durch das hohe Gras am Straßenrand ohne Radweg zu dem auf der Wiese gelegenen Wartehäuschen gehen. Kein Weg führt zu der Holzbude, Fahrradabstellmöglichkeiten sind nicht vorgesehen. Der dringend erforderliche Radeweg steht auf Platz 5 der Prioritätenliste. Damit ist mit einem Baubeginn ab 2023 zu rechnen.

Die „Bürgerinitiative Schulwegsicherheit an den Landesstaßen Riede-Felde“ hatte Bundespolitiker*innen und Landtagskandidat*innen zu einem Vor-Ort Termin mit Diskussion mit den Bürger*innen eingeladen.

Dort konnte sich auch die Landtagskandidatin der GRÜNEN Doris Gerken ein Bild machen: “Die unbefriedigende, gefährliche Situation bringt die Eltern dazu, ihre Kinder mit dem Auto zu den Haltestellen oder zur Schule zu bringen. Diese Entwicklung schadet den Kindern, sie bleiben unselbstständig, bewegen sich zu wenig, verbringen noch weniger Zeit an der frischen Luft. Es wird Zeit, dass alle zuständigen Stellen gemeinsam an schnellen Verbesserungen arbeiten. Erste Signale dazu sind wahrnehmbar. Damit die Kinder sich wieder eigenständig und sicher auf dem Weg zur Schule bewegen können.“

Prof. Dr.-Ing. Carsten-Wilm Müller, Labor für Verkehrswesen und Städtebau an der Hochschule Bremen, hat mit einem Team von Studierenden dazu Vorschläge entwickelt: Unterschiedliche Maßnahmen von Piktogrammen auf den Straße bis zu Kreiseln wurden konzipiert und warten auf Umsetzung. Aber bislang hatte der ungestörte fließende Verkehr Vorrang.

Leider sind die in Felde beschriebenen Situationen keine Einzelfälle. Sichere Mobilität auf dem Land muss in allen Ortschaften möglich werden. Verkehr ist mehr als Autofahren. Für eine vielfältige Mobilitätspolitik, die sichere Fuß- und Radwege sowie einen guten ÖPNV fördert und moderne digitale Verkehrsprojekte entwickelt, setzen sich die GRÜNEN landesweit ein. Die Landtagskandidatin Doris Gerken hat sich dieses Engagement auf ihre Fahne geschrieben.

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