Angesichts der seit Monaten die Schlagzeilen beherrschenden Finanz- und Schuldenkrise rücken manche Themen scheinbar in den Hintergrund, die aber nicht minder schwerwiegend, in mancher Hinsicht sogar bedrohlicher sein mögen. Dazu gehört der globale Klimawandel und das Unvermögen der Menschheit, diesen zumindest einzudämmen. So hatte vor einigen Tagen die Meldung „Zwei-Grad-Ziel ist kaum mehr zu erreichen“ in den Online-Medien eine Halbwertzeit von nur wenigen Stunden. Die dahinter steckende Wahrheit hingegen hat für die gesamte Menschheit brutale Folgen – und zwar für Jahrtausende. Politisch gibt es weltweit große Einigkeit, dass es nötig ist, die globale Erwärmung auf 2° C zu begrenzen. Eine Temperaturerhöhung über 2° gegenüber dem aktuellen, schon vergleichsweise hohen Stand, würde das Klima in einen Bereich bringen, wie er seit mehreren hunderttausend Jahren nicht existiert hat. Wenn es gelänge, das 2-Grad-Ziel einzuhalten, wären zahlreiche Folgen der globalen Erwärmung bestenfalls gemildert, nicht aber abgewendet. Die Gletscherschmelze wäre ebenso wenig gestoppt wie der Anstieg des Meeresspiegels. Zynisch gesagt: das 2°-Ziel ist für Millionen von Menschen eine Katastrophe, für manche Inselstaaten der Untergang und für Tausende der sichere Tod – aber noch nicht für den gesamten Globus. Um zumindest dieses Ziel zu erreichen, müssten die weltweiten Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um mindestens 80-95% sinken. Die Emissionsreduktion muss im Laufe der 2010er Jahre einsetzen, ansonsten besteht keine realistische Aussicht mehr, das 2-Grad-Ziel einzuhalten. weiterlesen »
Grüner Stammtisch
| 17. November 2011 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Es gibt neue eine Initiative für einen grünen Stammtisch!
Das erste Treffen ist am 17.11. um 20.00 Uhr im Sancho in Verden in der Grünen Strasse.
Zukünftig soll der Stammtisch immer am dritten Donnerstag im Monat stattfinden.
Beim Stammtisch kann ohne den formalen Rahmen einer Mitgliederversammlung über alles gesprochen, geplaudert und beraten werden, was das grüne Herz berührt.
Dieses Mal bietet sich die Möglichkeit, die Landesdeligiertenkonferenz, die ja vom 19. bis 20. in Verden stattfindet, ein wenig vorzubesprechen.
Bus zur Demo in Gorleben am 26.11.
| 26. November 2011 | ||
| 09:00 | bis | 20:00 |
Gegen den letzten Castor-Transport aus La Hague nach Gorleben Ende November rufen die niedersächsischen Grünen gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen zu kreativen und friedlichen Protesten auf.
Der Zeitplan sieht momentan so aus, dass der Castor am Donnerstag, den 24.11., in Frankreich starten wird. Mit einer großen Südblockade soll versucht werden, den Zug schon im Süden aufzuhalten.
Am Samstag, den 26.11., findet ab 12.30 Uhr eine Großdemonstration in Dannenberg statt.
Die Grünen vom Ortsverband Achim haben dazu einen Bus organisiert. – Abfahrt ab Achim, Bahnhof Nordseite am 26.11. um 09.00 Uhr – Der Bus fährt über Verden und hält um 09.20 Uhr am Bahnhof
Anmeldung für Zustieg in Achim bei Silke Thomas (email: Silke.Thomas@Gruene-achim.de oder Tel 04202 500803 (evtl AB))
Anmeldung für Zustieg in Verden bei Werner Meincke (Tel. 04231-64326 oder meincke.ver@t-online.de)
Je nachdem, wo sich der Zug an diesem Tag befindet, werden eventuell parallel und definitiv im Anschluss daran weitere Widerstandsaktionen statt.
Weitere Informationen: http://www.ausgestrahlt.de/
Verdener Gespräch: Mehr Grüne Politik im Verdener Rat
Am 1.November wird der neue Rat der Stadt Verden zusammentreten. Neue Leute und neue Ideen werden in den nächsten fünf Jahren die politische Arbeit mitgestalten. Die Wählerinnen und Wähler haben am 11. September eine sehr deutliche Entscheidung getroffen: für Lutz Brockmann als Bürgermeister und für eine klare rot-grüne Mehrheit. Damit sind verlässliche Entscheidungen im Rat möglich. Ich selbst bin seit 1996 Fraktionsvorsitzende der Grünen. In den letzten Jahren hatte ich manches Mal ein ungutes Gefühl, wenn Entscheidungen mit einer Stimme Mehrheit getroffen wurden, auch dann, wenn es um unsere eigenen politischen Ziele ging. Dass wir jetzt mit 5 Stimmen Mehrheit rot-grüne Politik machen können, dafür möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Wählerinnen und Wählern bedanken. Natürlich freue ich mich ganz besonders, dass wir unsere Grünen Sitze im Rat von drei auf fünf erweitern werden. Wir werden in den nächsten Jahren versuchen, möglichst viele Projekte unseres Wahlprogramms umzusetzen. Dabei werden wir sicher auch von den drei neuen Ratsmitgliedern in unserer Fraktion profitieren. Im Mittelpunkt der politischen Arbeit wird unser Nachhaltigkeitskonzept stehen. Dieses erstreckt sich auf alle politischen Bereiche: ob es um den Atomausstieg für Verden innerhalb der nächsten zehn Jahre geht oder um ausreichend Krippenplätze in den Kindertagsstätten und gut ausgestattete Schulen. Nachhaltigkeit geht für uns in alle Bereiche des menschlichen Lebens. Deshalb beschränkt sie sich nicht ausschließlich auf den Energiebereich, so wichtig dieser auch ist. weiterlesen »
Erstes Arbeitstreffen der Grünen Kreistagsfraktion
| GRÜNE KREISTAGSFRAKTION Gespräche mit SPD und CDU |
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Landkreis Verden (fr). Durch das “großartige Ergebnis” der Kommunalwahlen am 11. September seien die Grünen im gesamten Landkreis gestärkt worden. Das stellten die Mitglieder der neuen Kreistagsfraktion jetzt bei ihrem ersten Arbeitstreffen fest. |
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Verden Stadt und Land Seite: 3 Datum: 19.09.2011
Triumphaler Erfolg der Grünen in Achim
7,74 Prozent Stimmenzuwachs
Alle anderen Parteien mit Stimmenverlusten
Die Linke erstmals im Stadtrat
Von Ralf Michel und Ulrich Tatje Achim.
Triumph für die Grünen, Ernüchterung bei SPD, CDU und Wählergemeinschaft, Enttäuschung bei der FDP – Achims Wähler haben den Grünen gestern einen grandiosen Wahlsieg beschert. Und allen anderen Parteien Verluste.
Die SPD kann sich zwar trösten, zumindest weiterhin die stärkste Fraktion im Stadtrat zu bleiben und den Vorsprung auf die CDU gehalten zu haben. Trotzdem bedeuten 37,90 Prozent der Stimmen gegenüber 39,37 Prozent bei der Kommunalwahl 2006 den Verlust von weiteren 1,47 Prozentpunkten und damit die Fortsetzung des seit 1996 anhaltenden leichten, aber stetigen Rückganges des Stimmanteils.
Etwas geringer fielen mit 1,21 Prozent die Verluste der CDU aus, die gestern auf 32,98 Prozent kam (2006: 34,19). Nichtsdestotrotz ein Rückschlag für die CDU, die sich mit ihrer Kandidatenriege im Vorfeld der Wahl deutlich mehr ausgerechnet hatte.
Sollte die Wählergemeinschaft (WGA) sich – insbesondere durch den Streit um die Gieschenkreuzung oder diverse Baumfällaktionen – Hoffnung auf noch mehr Protestwähler gemacht haben, so wurde das Bürgerbündnis enttäuscht. Auch die WGA fuhr Verluste ein, kam auf 6,05 Prozent gegenüber 8,15 vor fünf Jahren.
Am deutlichsten verloren hat gestern die FDP. 2,72 Prozent standen am Ende für die Liberalen zu Buche, weniger als die Hälfte als bei der Wahl 2006 (5,62 Prozent) und nur unwesentlich mehr als die 1,97 Prozent der beiden Einzelkämpfer der Linken.
Zusammen haben SPD, CDU, WGA und FDP gegenüber der Kommunalwahl 7,68 Prozent verloren – was fast exakt dem Gewinn der Grünen entspricht, die sich von 10,6 Prozent um 7,74 Prozentpunkte auf jetzt 18,34 Prozent steigerten.
In Ratssitze umgerechnet bedeutet dies für den kommenden Stadtrat folgende Sitzverteilung (einen Sitz behält qua Amt Bürgermeister Uwe Kellner):
SPD: 14 Sitze – Hans-Jürgen Wächter, Bernd Junker, Herfried Meyer, Paula Isabell Kramann, Walter Rau, Anne-Karen Quillfeldt, Esat Ünal, Werner Meinken, Karl-Heinz Gerhold, Reiner Aucamp, Fritz-Heiner Hepke, Jürgen Hader, Uwe Tesch und Tanja Tarnowsky-Hoppmann.
CDU: 13 Sitze – Rüdiger Dürr, Johann Ditzfeld, Klaus Mindermann, Tiina Maarit Böse, Larne Sprenger, Daniel Kornack, Rainer Ditzfeld, Petra Gölz, Christian Petritzki, Isabel Gottschewsky, Karl-Heinz Lichter, Erwin Dirk und Sebastian Fischer.
Grüne: 7 Sitze – Silke Thomas, Axel Eggers, Jürgen Kenning, Michael Schröter, Gabriele Sommer, Ute Barth-Hajen und Boris Berthelmann.
WGA: 2 Sitze – Lars Gagelmann und Wolfgang Heckel.
FDP: 1 Sitz – Günther Krebs.
Die Linke: 1 Sitz – Gerd Bartelt.
Entsprechend dieser Ergebnisse fielen die ersten Statements der Politiker aus: “Wir haben klar profitiert vom Bundestrend”, räumt Silke Thomas (Grüne) ein, “aber wir haben auch mit Sachthemen überzeugt”. Die 18,34 Prozent seien eine “tolle Anerkennung” der Arbeit der Grünen und auch eine große Hoffnung. Die Arbeit verteile sich künftig auf mehr Schultern (bislang saßen vier Grüne im Rat, künftig werden es sieben sein), weswegen die Fraktion in den kommenden Jahren auch mehr Politik gestalten könne. Wenn sich die CDU und die SPD nicht zusammentäten, “brauchen sie uns immer”, verdeutlichte die Fraktionssprecherin die machtvolle Position der Grünen.
Die wollen sie beispielsweise dafür nutzen, zukünftig mehr Bürgerbeteiligung durchzusetzen. Im Fall der Stadtbibliothek glaubt Thomas nicht mehr, dass die Bürger noch beteiligt werden können. Aber beim Thema Innenstadtentwicklung sollten neue Bürgerbeteiligungsmodelle ausprobiert werden. Der Wunsch nach mehr Ganztagsschulen steht bei den Grünen auch ganz oben auf der Wunschliste.
Der Zuwachs der Grünen ist der Verlust bei den anderen Parteien. Schwer getroffen sind FDP und WGA. “Das ist der Bundestrend, der uns ins Gesicht bläst”, meinte der Liberale Harald Koch. Die Liberalen müssten jetzt nach vorne blicken. “Das wird ein dorniger Weg”, sagte Koch.
WGA-Chef Wolfgang Heckel zeigte sich enttäuscht vom Wahlergebnis. “Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht”, bilanzierte Heckel, “und aktuelle Themen rübergebracht.” Sie seien schlicht Opfer des Erfolges der Grünen.
Die Stimmung bei den Sozialdemokraten, die sich in den Katakomben getroffen hatten und am Bildschirm die Wahl verfolgten, war gut. Ganz besonders, als kurz nach 21 Uhr Landrat Peter Bohlmann in den Keller kam und sich für seinen klaren Erfolg von seinen Parteifreunden feiern ließ. “Eine sehr geschlossene Arbeit, die wir als Partei hingelegt haben”, lobte er die Genossen und bedankte sich bei den Achimern für die Unterstützung.
Am frühen Abend war Osmers Diele, wo die Christdemokraten die Wahl verfolgten, gut gefüllt, “an die 100 Leute waren hier”, sagte Parteichef Rüdiger Dürr. Wie auch die SPD habe die CDU in ihren traditionellen Hochburgen die Wählerschaft halten können, aber eben auf etwas niedrigerem Niveau.
Sorgen bereitet den Parteien die von 52,9 auf 49,2 Prozent gesunkene Wahlbeteiligung. Eine Erklärung haben die Kommunalpolitiker nicht dafür. “Ich find’ das ein bisschen schade”, meinte Bernd Junker, als Politiker hätte ich gerne einen größeren Rückhalt.”
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Bremer Nachrichten Seite: 2 Datum: 12.09.2011




